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Die Universelle Lehre - gewidmet den Menschen wahren guten WillensDie Universelle Lehre - gewidmet den Menschen wahren guten Willens

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"Mea Victoria Crux Rosae"

"Ich bin eine Blume zu Saron und eine Rose im Tal", Cant. 2v1

https://en.wikipedia.org/wiki/File:Rose_Cross_Lamen.svg" Im sechzehnten Jahrhundert erfuhr die Spiritualität in Europa eine Wiederbelebung, angeregt durch Asienreisende aber auch durch die Tradition der Meister.

Natürlich wurden solche Geheimbünde damals durch die Obrigkeit und die katholische  Kirche heftigst bekämpft, so dass Verschwiegenheit oberstes Gebot wurde und schon das Bekenntnis zu solchen Büchern gefährlich war. Daher versteckte man sich in den Büchern häufig hinter Christus.

Schon im 16ten Jahrhundert wurden die ersten wenn auch unvollkommenen  Ausgaben der 22 Tarotkarten mit okkulter Bedeutung gemalt und dann mit den anderen existierenden Karten vermischt.

Als das Rosenkreuzertum in Erscheinung trat, wurde  Johann Valentin Andreae dessen bekanntester Führer. Ihm werden u.a. drei Bücher zugeschrieben, von denen er sich aber später distanziert haben soll:

1. Confessio Fraternitatis - das Bekenntnis der Bruderschaft - sie erwähnt besonders die ethische Dekadenz der damaligen Zeit und nennt als Geburts- und Sterbedaten des Gründers Christian Rosenkreutz (C.R.), 1378–1484. Der größte Teil der Schrift enthält Andeutungen über das geheime Wissen der Gesellschaft, und  gegen Ende warnet sie vor den 'meisten Büchern der falschen Alchimisten, die es für einen Scherz und eine Kurzweil halten, wenn sie mit wundersamen und seltsamen Figuren und dunklen, verborgenen Reden die Leute betrügen und die Einfältigen um ihr Geld bringen'. Sie stellt dann noch besonders fest: 'Meidet und fliehet solche Bücher, die ihr gewitzt seid, und wendet euch zu uns, die wir nicht euer Geld suchen, sondern unsere großen Schätze euch gutwillig anbieten.'

2. Fama Fraternitatis - der Ruf der Bruderschaft - 1614 - der symbolische Pfad zur Erleuchtung, als Reise in den vorderen Orient verkleidet : C.R. wird geboren und trifft auf Stufe 7 seinen Lehrer P.A.L. der auf Stufe 9 stirbt. Auf Stufe 10 tritt C.R.C. (Christian Rosenkreutz) in Erscheinung. Die Fama endet auf der Stufe 18 mit der Begegnung des vaters C.R.C..
[Nequaquam vacuum, Legis jugum,Libertas Evangelii, Dei gloria intacta; Ex Deo nascimur, In Jesu morimur, Per Spiritum Sanctum reviviscimusEx Deo nascimur, In Jesu morimur, Per Spiritum Sanctum reviviscimus].

Die Fama ist eigentlich ein Auszug aus dem ursprünglich 1612 in Venedig erschienenen Werk 'Ankündigungen vom Parnass' (De’ ragguagli di Parnasso) des italienischen Satirikers Traiano Boccalini, das ein Beschreibung eines imaginären Königreiches  zwecks Kritik der Sitten seiner Zeit enthielt.  Der theosophische südtiroler Schriftsteller Adam Haslmayer soll allerdings bereits 1610 im Besitz eines Exemplars der Fama gewesen sein. Er lobte diese 1612 gegenüber einigen deutschen Fürsten und distanzierte sich anderweitig von der Kirche. Dafür wurde er 1612 in Genua zu einer fünfjährigen Galeerenstrafe verurteilt, nach der er nach Augsburg zog.

Die Fama beginnt mit einer Beschreibung der gegenwärtigen Situation und deren Reformbedarf.

3. Die Chymische Hochzeit - der sieben Tage oder Einweihungen (Stufe 15-22) ist gänzlich anders strukturiert. Sie baut esoterisch auf der Fama auf.
Die Erzählung beginnt damit, daß die Jungfrau(Virgo Lucifera) Christian Rosenkreuz in seinem Häuschen am Berg [Berg : Emporstreben ins Göttliche ; Haus : der Logos oder Sabda] besucht. Die Chymische Hochzeit beginnt somit erst am Ende der Stufe 14 (14.5 - Venusphase) und endet auf Stufe 22.

In den Manifesten ist aber auch  zu lesen : Wir sprechen zu euch in Parabeln, aber wir wollten euch zur  richtigen, einfachen, leichten und genialen Darstellung, zum Verständnis, zur Erklärung und Erkenntnis aller Geheimnisse bringen.

Die Bruderschaft der Rosenkreuzer war daher seit jeher eine spirituelle Bruderschaft mit den Entwicklungsmitteln der quabbalistischen Buchstabenmystik  und der spirituellen Alchemie. Im Laufe der Jahrhunderte hängen sich ein Reihe von Schriftstellern wie E. A. Waite und okkulte Gesellschaften an das Rosenkreuzertum an. Das Rosenkreuzertum wurde sogar oft mit der Goldmacherei vebunden.

Besondere Bekanntheit erfuhren das "Einfältig ABC-Büchlein" und das Speculum Sophicum Rhodo-Stauroticum von Daniel Mögling.

== Literatur ==

== Weblinks ==